Chilenische Vorspeisen – Vol 1

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Hallo du,

heute möchte ich dir ein paar chilenische Vorspeichen vorstellen, die ich auch schon selbst öfters serviert habe. Du musst diese nicht gemeinsam servieren, jede für sich schmeckt sehr lecker.

Rezept 1: Ceviche de Salmon  (Oben Links im Bild)

Ceviche ist typisch für ganz Südamerika. Ich habe es das erste mal in Patagonien, ganz unten im Süden von Chile probiert und fand es total lecker.

Zutaten:

  • 300 Lachsfilet ohne Haut (Es gehen hier aber auch andere Fische wie z.B. Kabeljau
  • 1e Rote Zwiebel
  • 2 Limetten
  • Salz und Pfeffer

Das Gericht bereitest du am besten 1-2h vor dem servieren vor. Nicht viel früher, da das ganze sonst sehr trocken/nicht geschmackvoll schmeckt. Den Lachs schneidest du in Streifen von ca 1cm Breite. Von der Länge her kannst du variabel reagieren, je nach dem wie es dir gefällt (meine sind meist so lang wie mein kleiner finger). Die Zwiebel schneidest du in feine Streifen/Ringle. Falls du keine Rote Zwiebel hast, kannst du auch eine Schalotte nehmen, die Rote kommt jedoch als Effekt sehr gut zur Geltung bei diesem Rezept. Von den Limetten brauchen wir lediglich den Saft. Du kannst aber auch gerne ein bisschen von der Schale reiben und mit dazu geben (Achtung nur das grüne der Schale, nicht die weiße Haut!) Nun einfach die Zutaten miteinander mischen und das ganze im Kühlschrank bis zum servieren ziehen lassen.

Was in dieser Zeit vorgeht, ist, dass der Limettensaft den Lachs schonend gart. Dein Vorteil dabei ist, dass du diesen dann nachher beim servieren nicht mehr anbraten musst sondern so servieren kannst.

 

Rezept 2: Thunfischtatar mit Avocado (Oben in der Mitte des Bildes)

Dieses Gericht gab es in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, welche geprägt ist vor allem durch kulinarische Einflüsse aus der ganzen Welt. Du findest hier neben der einheimischen Küche auch internationale Gerichte und viele fusionierte Gerichte.

Zutaten:

  • 300g Thunfisch
  • 2EL Sojasoße
  • 4EL Haselnussöl
  • 2 Zitronen
  • 1/2 Bund Schnittauch
  • Schwarzer Sesam
  • 1e Avocado

Hier gilt die gleiche Vorbereitungszeit wie beim Lachsceviche, also ca 1-2h vor dem servieren kannst du das vorbereiten.

Den Thunfisch und die Avocado schneidest du dieses mal in mandelgroße Stücke und gibst beides in eine Schüssel. In einer weiteren Tasse mischst du die Sojasoße mit dem Haselnussöl und dem Saft der Zitronen. Diese Mixtur gibst du dann zum Thunfisch und der Avocado dazu, vermengst das ganze und lässt es bis zum servieren ziehen. Kurz vor dem servieren schneidest du den Schnittlauch klein und gibst diesen mit zur Thunfisch-Avocadomasse. Beim servieren kannst du dann oben noch ein wenig schwarzen Sesam drüber streuen, was geschmacklich keinen großen Unterschied macht, aber optisch ganz schick aussieht.

 

Rezept 3: Crudo (Oben rechts im Bild)

Südamerika sollte jedem Fleischliehaber ein Begriff sein. Vor allem argentinische Rinder sind hier in aller Munde da das Fleisch doch sehr lecker ist und bei bei vielen hierzuland auf den Grill/Teller kommt. In Chile isst man sehr gerne Crudos. Diese setzen sich meist zusammen aus Rindertatar, Limetten, Mayo, Zwiebeln, Essiggurken und Toasbrot. Hier kann sich jeder aus den Zutaten seinen eigenen Crudo zusammenstellen. Als Vorspeise habe ich versucht dies zu vereinen.

Zutaten:

  • 300g Rindertatar (oder du kaufst Rinderfilet und schneidest es selbst klein)
  • 2-3 Essiggurken
  • 1e Schalotte
  • 2 Limetten
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Tl Worcestersoße
  • 1El Olivenöl

Die Zubereitung funktioniert ähnlich wie bei den vorherigen Gerichten: Fleisch, Essiggurken und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Saft der Limette mit der Worcestersoße, Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen. Beide Mixturen vereinen und ebenfalls durchziehen lassen. Das Fleisch wird ebenfalls von der Säure gegart und es muss nichts mehr gebraten werden.

 

Ich hoffe dir schmecken die Vorspeisen. Nächstes mal füge ich noch ein paar andere Vorspeisen hinzu. Diese findest du dann unter Chilenische Vorspeisen Vol 2.

 

Lomo a lo pobre

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Zutaten für 4 Personen:

  • 400g Kalbsfilet
  • 2 große Kartoffeln
  • 4 Eier
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Tasse Pineaut de Charentes (oder Weißwein und Zucker)
  • 1 Tl Zucker
  • Salz & Pfeffer

Das Kalbsfilet von Sehen und Silberhaut befreien und mit Salz würzen. Danach das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten und für ca 10-15 min in den vorgeheizten Ofen geben(100 Grad). Das Fleisch immer mal wieder mittels des Drucktests prüfen und bei der gewünschten Festigkeit aus dem Backofen nehmen.

Während das Fleisch im Backofen ist rohe Kartoffeln schälen und in kleine stifte raspeln. Diese dann in heißem Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl) ausbacken bis die Kartoffeln eine leicht braune Farbe haben.

Für die Soße die Zwiebeln achteln und in ein wenig Butter kurz dünsten. Die glasigen Zwiebeln mit dem Zucker karamelisieren lassen und dann mit Pineaut oder Weißwein ablöschen. Das ganze kurz einreduzieren lassen und mittels eines Mixers grob pürieren.

Als letztes fehlt noch das Spiegelei welches du in ein bisschen Butter machen kannst.

Wenn das Fleisch fertig ist, schneidest du dieses in 4 gleich große Medallions und bist schon bereit zum schichten. Als Basis nimmst du den Kartoffeltaler/-chip. Darauf das Stück fleisch und das Spiegelei. Die Soße kannst du gerne auch auf das Fleisch geben oder auch daneben anrichten wie ich im obigen Bild.

 

Pebre

Pebre

Pebre ist ein chilenischer Kräuterdip, welcher in Chile gemeinsam mit Sopaipillas als Appetitanreger serviert wird.

Zutaten:

Eine Hand voll frischer Korianderblätter

  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • 2-3 Tomaten
  • 1 Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Tl Essig
  • 2 Tl Öl
  • Salz & Pfeffer

Die Tomaten in kleine Würfel, die Frühlingszwiebeln und die Chili in kleine Ringle schneiden. Die Knoblauchzehe und den Koriander in sehr kleine Stückle hacken. Alles gemeinsam mit den restlichen Zutaten vermischen und 5-10 Minuten ziehen lassen.

Sopaipillas

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Sopaipillas sind ein chilenisches Kürbisgebäck, welches traditionell gemeinsam mit Pebre als Appetitanreger serviert wird.

 

Zutaten für ca 20 Portionen:

  • 1kg Hokkaidokürbis (es geht aber auch eine andere Kürbissorte)
  • 2-3 Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • Ein paar Löffel Olivenöl
  • 1kg Mehl
  • 125 g Butter oder Schweineschmalz
  • Salz & Pfeffer
  • Öl zum Frittieren

Als erstes den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen den Kürbis in 2-3 cm große Würfel schneiden und in eine feuerfeste Form legen. Die Tomaten und die Zwiebeln viertel und ebenso zum Kürbis in die Form geben. Das ganze mit Salz und ein paar Löffeln Olivenöl vermischen. Die Auflaufform dann in den Backofen geben und das ganze ca 20 Minuten backen lassen. Die Zwiebeln dürfen gerne etwas Farbe annehmen (auch ein bissle schwarz werden, das ist gut für das Aroma). Nach den 20 Minuten sollte der Kürbis weich sein und die ganze Masse kann püriert werden, falls nicht einfach noch ein bisschen länger im Backofen garen.

Als nächstes wird die pürierte Masse mit der Butter und dem Mehl gemischt und nochmals mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Es sollte sich ein Teig ergeben, der ausgerollt werden kann. Eventuell zusätzlich etwas Mehl hinzu geben.

Als letztes den Teig ausrollen und kleine runde Kreise ausstechen. Diese jeweils drei mal mit einer Gabel einstechen, damit nachher Luft in den Teig gelangen kann bzw. die Plätzchen Luftblasen bilden können. Die ausgestochenen Kreise werden anschließend in heißem Fett kurz ausgebacken. Hier nach Gefühl arbeiten (meistens brauchen sie nur 2 Minuten im Fett)

 

Variante: Es kann auch gekochter Kürbis verwendet werden(ohne Tomaten und Zwiebeln), hier muss eventuell die Mehlmenge erhöht werden, das musst du dann aber ausprobieren.